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Bundesweite Online Petition - "Stoppt das Krankenhaussterben im ländlichen Raum" 51529 haben bisher Unterschrieben.

Uwe Kälber 10.11.2019

 

 

Es gibt zur Zeit eine Online Petition gegen das

"Krankenhaussterben im ländlichen Raum"

Die Petition können und sollten wir auch mit unterstützen.

 

Informationen dazu unten Text.

Zugriff auf die Petition über den Link.

 

https://www.openpetition.de/petition/online/stoppt-das-krankenhaussterben-im-laendlichen-raum

 

Die Unterzeichner/innen dieser Petition fordern die Bundesregierung und die Landesregierungen dazu auf, ihrer politischen Verantwortung gerecht zu werden und auch im ländlichen Raum eine gute patienten- und zukunftsorientierte, wohnungsnahe Krankenhausversorgung dauerhaft sicherzustellen.

Kleinere Krankenhäuser sind hier von großer Bedeutung und dürfen nicht geschlossen werden, da beim derzeit herrschenden Ärztemangel die medizinische Versorgung der Bevölkerung durch Haus- und Fachärzte nicht überall gewährleistet ist.

Auch der ländliche Raum hat ein Anrecht auf eine gute Krankenhausversorgung!

Begründung

Bundesweit vergehen kaum Wochen, in denen nicht über die Schließung kleiner Krankenhäuser im ländlichen Raum berichtet wird. Hintergrund sind in erster Linie wirtschaftliche Betrachtungen. Der Gesetzgeber hat die Zuständigkeit für Richtlinien dem Gemeinsamen Bundesausschuss übertragen. Dieser legt Fallzahlen (Mindestanzahl für einzelne Operationen) fest, die als Qualitätsmaßstab dienen und von den Krankenhäusern nachgewiesen werden müssen. Werden z. B. diese Fallzahlen erhöht, können kleinere Krankenhäuser diese Vorgaben nicht mehr erfüllen.

Sie werden gezwungen einzelne Abteilungen zu schließen, was zu einem schrittweisen Sterben führt. Durch diese Verfahrensweise hat die Politik ihre Verantwortung aus der Hand gegeben. Im Gemeinsamen Bundesausschuss haben die Krankenkassen ein starkes Gewicht. Deren erklärtes Interesse besteht darin, die Anzahl der Krankenhäuser in Deutschland zu reduzieren. Davon ist vor allem der ländliche Raum betroffen.

Die flächendeckende Sicherstellung der Krankenhausversorgung muss eine originär politische Entscheidung sein, die nicht in erster Linie den Vorgaben eines Expertengremiums überlassen werden darf. Vielmehr sind die politisch Verantwortlichen in Bund und Land in der Pflicht. Ob in einem Krankenhaus gute Arbeit geleistet wird, zeigt sich nicht anhand von Fallzahlen, sondern durch die Patientenzufriedenheit. Ob die angebotenen Leistungen eines Krankenhauses dem regionalen Bedarf entsprechen, lässt sich auch am Grad der Marktabdeckung und der Patientenzufriedenheit bemessen. Deshalb sind diese Kriterien verstärkt in die Betrachtung einzubeziehen.

Eine gute Krankenhausversorgung im ländlichen Raum sicherzustellen entspricht dem politischen Auftrag, in Stadt und Land gleichwertige Lebensbedingungen zu sichern. Die Bundesregierung und die Landesregierungen werden aufgefordert, hier ihre gesetzgeberischen Kompetenzen auszuüben, der Schließung von Krankenhäusern im ländlichen Raum Einhalt zu gebieten und geeignete Maßnahmen zum Erhalt einer patientenorientierten Krankenhausversorgung im ländlichen Raum zu treffen.

Rein betriebswirtschaftliche Betrachtungen dürfen nicht Maßstab für die Gesundheits- und Krankenhausversorgung sein.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Dr. Rainer Hoffmann aus Rothenburg ob der Tauber