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Glockenläuten gegen das "Ausbluten"

Uwe Kälber 22.11.2019

 

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Mitstreiterinnen und Mitstreiter,  
 
für uns im Förderverein Kreisklinik Wolfhagen ist die Frage aufgekommen, wie wir auf das "Ausbluten" des ländlichen Raumes und in diesem Fall auf die Schließung der Wolfhager Klinik aufmerksam machen können? 
 
Dabei ist uns bewußt geworden, es geht eben nicht nur um die Klinik in Wolfhagen! 
Unser ländlicher Raum wird immer unattraktiver. Ämter werden geschlossen. Geschäfte und Banken haben sich aus unseren Dörfern zurückgezogen. Das Leben auf dem Lande wird immer schwieriger. Infrastrukturen werden abgebaut. Nicht nur für jungen Familien wird das Leben auf dem Lande schwieriger. Auch und gerade ältere Menschen müssen einen höhen Aufwand betreiben, um weiterhin auf dem Lande leben zu können. 
Obwohl die Politik betont, den ländlichen Raum zu stärken, ist das Gegenteil der Fall. 
Die Schließung der Klinik in Wolfhagen ist da nur die Spitze des Eisberges. Vielen kleinen Krankenhäusern auf dem Lande geht es ähnlich oder wird es in naher Zukunft ähnlich ergehen. 
 
So kann es nicht weiter gehen!
 
Auch innerhalb der Kirche nicht! So wurde die Idee geboren, in der Adventszeit jeden morgen von 9.00 bis 9.10 Uhr die Glocken läuten zu lassen, um auf diesen Notstand aufmerksam zu machen. Deshalb gebe ich euch auf diesen Wege diese Idee weiter und bitte euch, uns in und mit dieser Aktion zu unterstützen. 
 
Lasst uns das in der Adventszeit tun! 
 
Vielleicht schließen sich andere Kreise uns an, die sich in einer ähnlichen Notlage befinden. Lasst uns etwas gegen das „Aussterben" unseres ländlichen Raumes tun!
Lasst uns die Glocken läuten gegen das "Ausbluten" unserer ländlichen Regionen in Nordhessen und überall!
 
Wolfgang Hanske, 
Pfarrer in Bründersen, Istha und Oelshausen
Mitglied im Förderverein zur Erhaltung der Kreisklinik in Wolfhagen
 
Evangelische Pfarramt Istha
Kasseler Str. 37
34466 Wolfhagen-Istha