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MdB Kessler (Die LINKE) zum Info-Besuch beim Förderverein

Uwe Kälber 23.11.2019

 

Heute haben wir ein sehr interessantes und ausführliches Gespräch mit dem MdB Achim Kessler (Die LINKE) geführt. Herr Kessler vertritt „Die LINKE“ als Obmann im Ausschuss für Gesundheit des Bundestag.

Er zeigte sich begeistert, welches breites Bündnis sich in Wolfhagen und Umgebung zum Erhalt der Kreisklinik zusammen gefunden hat. Von politischen Vertretern der Linken, SPD und CDU über den Landrat und den Kreistag, die Bürgermeister des Altkreises, das Ärztenetz Wolfhager Land, Geschäftsleuten im gesamten Altkreis bis hin zur Kreissynode der evangelischen Kirche – das muss doch einfach ein positives Ende nehmen!

Herr Kessler, der die Probleme der kleinen Krankenhäuser in Hessen bestens kennt, da er aus Frankfurt/Main kommt, äußerte starkes Unverständnis, dass man zuerst einen Schließungsbeschluss herbei führt, ohne die Menschen in die Entscheidungsfindung einzubinden. Generell äußerte er die Kritik, dass sich das Handeln aller Akteure nur noch nach betriebswirtschaftlichen Kennzahlen richtet und eben nicht mehr die bestmögliche Versorgung der Menschen im Vordergrund steht. „Natürlich dürfen wir im Gesundheitsbereich kein Geld verschwenden, das ist doch völlig klar“, sagte er deutlich, „aber die DRG-Pauschalen setzen völlig falsche Anreize. Es wird Rosinenpickerei betrieben und nur noch das behandelt, was Geld bringt, der Mensch zählt fast gar nichts mehr.

Besonders erstaunt war er dann, als ihm die Vertreter des Fördervereins die bisher gesammelten 10.500 Unterschriften zeigten. Das imponiert mir sehr, sagte er, und vor allem in dieser kurzen Zeit eine solche Menge. Das sollte die Verantwortlichen aber zum Nachdenken bewegen.

Nach einer wirklich intensiven Diskussion musste er dann weiter nach Kassel zu einer Veranstaltung, versprach aber: Wir haben uns nicht das letzte Mal gesehen, denn ich kann eurem Bürgermeister Reinhard Schaake, der ebenfalls an dem Gespräch teilnahm, nur empfehlen, alle anderen Fraktionen des Bundestages ebenfalls einzuladen – zu einer Podiumsdiskussion. Dort müssen sie Farbe bekennen, wie sie sich die Versorgung der Menschen im ländlichen Raum im Zuge der immer weiter fortschreitenden demografischen Entwicklung im Allgemeinen und in Wolfhagen im Speziellen vorstellen. Er jedenfalls käme gern.

Bevor er ging, ließ er es sich aber nicht nehmen, auch auf einer Liste zu unterschreiben!

 

© Marjana Shot

  

 

 © Heiko Weiershäuser 

 

 © Heiko Weiershäuser 

 

 

 

 © Heiko Weiershäuser 

 

© Heiko Weiershäuser